Objekt: Silberring
Der kleine Silberring, in einem schlichten Kästchen aus einem alten Kunststoff ruhend, ist mehr als nur ein Schmuckstück. Er ist ein Zeugnis der Vergangenheit, ein stiller Begleiter durch die Wirren der Geschichte, der in Hoffnung und Erinnerung aufbewahrt wurde. Dieser Ring, der an ein Wappen erinnert, wird von zwei zarte Blüten verziert, die fast symbolisch für die Zerbrechlichkeit von Schicksalen stehen. Doch was ihn noch wertvoller macht, ist die Geschichte, die er in sich trägt – eine Geschichte von Verlust, Hoffnung und der Unfähigkeit, ein Versprechen zu erfüllen.
Silberring
Gegenstand
12
Silber
2,2 x 2,8 x 2,4 cm
1934 wurde der Ring in einem Juweliergeschäft in Ruhla, Thüringen, zur Reparatur abgegeben. Ein Mann, damals als Zigeuner bezeichnet – ein Begriff, der die Wunden der Vergangenheit selbst widerspiegelt – brachte den Ring zu Erich Eschner. Wahrscheinlich war dieser Mann ein Sinto oder ein Rom, ein Mitglied einer Gemeinschaft, die spätestens seit der Machtergreifung durch die Nazis an Leib und Leben bedroht war. Der Ring war wohl ein wertvolles Schmuckstück. Doch der Mann, der ihn brachte, nahm ihn nie wieder in Empfang.
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