Objekt: Ein Stuhl aus Familienbesitz
Hölzerner Stuhl, um 1930. Schmuckwerk an Rückenlehne; Sitzkissen bezogen mit Leder.
Stuhl
Möbel
168
Holz; Metall; Leder
68,3 cm x 45 cm x 45,2 cm
Dieser Stuhl der Familie Schneck stand lange Zeit im Wohnzimmer der Familie. Die Familie, die seit langem in ihrem Dorf in Süddeutschland lebte, war anerkannt und bei den Bewohner*innen des Dorfes beliebt. So ist es auch zu erklären, dass die Familie in den 1940er-Jahren mehreren Deportationensversuchen entging. Auch mussten sie nicht im Verborgenen überleben, sondern im Herzen des Dorfes.
Dies ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie unterschiedlich Sinti und Roma den Nationalsozialismus in Deutschland überlebten.
Der NS-Völkermord betrifft bis heute die meisten Sinti und Roma. Viele Familien haben Alles, Hab und Gut und ihre Familien verloren. Familie Schneck hatte Glück. Heute bemüht sich ein Enkel darum, zu erforschen, wie genau es der Familie gelang und wie die Dorfgemeinschaft zusammen widerständig sein konnte.
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