Objekt: Zeitungsartikel "Hamburger Ärzte vor Gericht"
Artikel aus Zeitung ausgeschnitten. Ränder erheblich beschädigt; mittig gelocht; vergilbt
Zeitungsartikel "Hamburger Ärzte vor Gericht"
Schriftstück
205
Papier
19 cm x 14,8 cm
Menschen bewahren Zeitungsartikel über Ereignisse auf, die sie persönlich betreffen, weil diese Artikel eine greifbare Erinnerung an bedeutsame Momente darstellen. Sie dienen als Beweis für das Erlebte, sei es ein besonderes Ereignis, ein Erfolg oder eine Tragödie. Solche Artikel haben einen emotionalen Wert, da sie die eigene Geschichte mit einem größeren gesellschaftlichen Kontext verbinden. Zudem können sie später als Dokumentation für Familie und Freunde oder als historische Quelle genutzt werden, um die Vergangenheit zu reflektieren und weiterzugeben.
Im Fall von Agnes Laubinger, die uns diesen Zeitungsartikel übergab, ging die Bestrebung weiter. Als Überlebende von Bergen-Belsen, Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau, waren sie und ihre Familie als Sinti direkt betroffen. Sie bewahrte den Auschnitt auf, um einen greifbaren Beweis des Erlebten zu behalten. Sie war Zeugin der Gewalt und musste nach ihrer Befreiung erleben, dass ihre Erfahrungen marginalisiert und ignoriert wurden. Dieser Artikel ist Teil von Frau Laubingers privaten Archiv.
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