Ausgerissen. Ausgeschnitten. Aufgehoben: Zeitungsartikel als Objekte. Teil 3: „Eine Kindheit in Auschwitz“: Von der Öffentlichkeit des Grauens
In unserer Serie berichten wir über Zeitungsartikel als Objekte und beleuchten deren Hintergrund.
Mehrere Pressebeiträge, die Zeitzeugen uns übergeben haben, handeln von dem Symbol des NS-Massenmords: Auschwitz. Was für heute selbstverständlich ist, galt nach dem Zweiten Weltkrieg noch kaum: Dass mit der bloßen Nennung auch die historischen Tatsachen gegenwärtig sind.
Unser Blogbeitrag fragt nach dem Hintergrund der Artikel, die Zeitzeugen über das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz gesammelt und uns für das Projekt „Das vergessene Gedächtnis“ übergeben haben, vor dem Hintergrund der schrittweisen publizistischen und erinnerungskulturellen Verankerung von „Auschwitz“ als Chiffre im Gedächtnis der Deutschen.
Berichten über Auschwitz – die Rolle der Presse in der Öffentlichmachung
Sowohl die Alliierten als auch einige Widerstandsgruppen wussten bald nach dem Beginn der systematischen Ermordungen von Juden, Sinti und Roma und anderen Opfern von den Mordaktionen, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt über das volle Ausmaß noch nicht im Bilde waren (vgl. Shapiro 2003; Reichel: 310). Auch im „Reich“ kannte man, so ist anzunehmen, den Namen „Auschwitz“ lange vor Kriegsende. Viktor Klemperer etwa notierte den Namen im Jahr 1942 in sein Tagebuch. Schweizer Zeitungen berichten (vgl. dazu Longerich 2009).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die deutsche Öffentlichkeit unmittelbar mit dem Schrecken von Auschwitz konfrontiert: Erste Zeitungsberichte, dass „vier bis fünf Millionen Juden“ in Europa – „systematisch und planmäßig“ ermordet worden seien, finden sich beispielsweise schon in den alliierten Mitteilungen vom 26. Mai 1945. Im Bericht wird das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz erwähnt – und die Zahl der Opfer dort und in „Maydanek“ mit zwischen 1,5 und 1,75 Millionen Menschen angegeben (Die Mitteilungen, 26.5.1945).
Bei den „Nürnberger Prozessen“ zwischen November 1945 und April 1949 kamen die in Auschwitz begangenen Verbrechen teilweise zur Sprache, auch wenn im Fokus der Angriffs- und Vernichtungskrieg durch die Wehrmacht und die in diesem Zuge begangenen Kriegsverbrechen standen. Dennoch, so Peter Reichel, habe „Nürnberg Auschwitz zu einem deutschen und menschheitsgeschichtlichen Erinnerungsort gemacht“ (Reichel 2024: 316). Damals kam der Presse eine neue Rolle zu – sie musste zuvor Unvorstellbares berichten und anschaulich machen. Es gab ein eigens eingerichtetes „Press Camp“, in dem Journalisten aus aller Welt sich einfanden, die für unterschiedliche Medien international über die Prozesse berichten sollten. Der Prozess „war ein Medienereignis erster Ordnung“, so Uwe Neumahr, der diesem Thema ein Buch gewidmet hat (Neumahr 2024: 17).
Zur öffentlichen Gewahrwerdung der Bedeutung von „Auschwitz“ trugen unterschiedliche Medien bei: Schon 1945 gab es den von den US-Amerikanern gedrehten Dokumentar-Film Die Todesmühlen/“Death Mills“, der auch Filmmaterial aus Auschwitz verwendete. Berichte aus der Perspektive der Opfer und Augenzeugen hatte es früh gegeben, darunter die heute berühmte Schrift von Primo Levi "Ist das ein Mensch", die bereits aus dem Jahr 1947 datiert und in nüchterner Sprache Levis Erfahrungen in Auschwitz schildert.
Herrmann Langbein, Spanienkämpfer und Kommunist, später Vorsitzender des Auschwitz-Komitees, war seit 1939 in unterschiedlichen Konzentrationslagern interniert gewesen. Er veröffentlichte "Die Stärkeren. Ein Bericht aus Auschwitz und anderen Konzentrationslagern" zunächst 1949 im Verlag der KPÖ, der Langbein damals noch angehörte. In seinem frühesten Buch schildert Langbein seine Rolle im Lager, wo er für den SS-Standortarzt Eduard Wirths tätig war, dessen Bruder 1947 im „Hamburger Ärzteprozess“ angeklagt ist – wir berichteten darüber im vorausgehenden Teil dieser Reihe. Auch Langbein geht es um das Beglaubigen und Bezeugen. Langbeins Buch "Menschen in Auschwitz" beschreibt dann, viel später (erstmals erschien es 1972) das Konzentrations- und Vernichtungslager als Ort des Grauens, in dem jedem Menschen eine Funktion zukommt. In Einzelkapiteln schildert er die Verstrickung von Tätern und Opfern in das mörderische System Auschwitz.
Wie Langbeins erstes Buch zum Thema waren die Berichte von Überlebenden oft zunächst in kleiner Auflage herausgegeben worden. Auf der Seite der „Arbeitsstelle Holocaustliteratur“ finden sich einige dieser frühen Schriften gesammelt.
„Das war ein Bericht, kein Roman. Alles das hat sich wirklich ereignet, alle Personen leben tatsächlich – oder haben gelebt.“
H. Langbein
Die Auschwitz-Prozesse der 1960er-Jahre in Frankfurt und die deutsche Öffentlichkeit
Trotz der Bedeutung von Auschwitz und obschon nach 1945 schrittweise immer mehr Berichte und Informationen zugänglich waren, wurde der eingedeutschte Name des polnischen Ortes Oświęcim erst nach und nach zum Inbegriff des Schreckens. Im Herbst 1962, einige Monate vor der Eröffnung der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt, erschien eine bemerkenswerte Sammlung: Ein Band mit Quellen: !Auschwitz: Zeugnisse und Berichte!. Herausgeber waren neben Herrmann Langbein „H.G.“, Hans Günther Adler (1910-1988), ein Schriftsteller, der den Holocaust überlebt hatte und nach London emigriert war und Ella Lingens-Reiner (1908-2002), die, inhaftiert als politische Gefangene, in Auschwitz als Ärztin eingesetzt wurde. Sie hatte ebenfalls früh ihre Erinnerungen unter dem Titel „Prisoners of Fear“ (1948) als Buch publiziert, allerdings zunächst in London. Auf Deutsch erschien ihr Zeugnis erst im Jahr 2003 in Wien. Ella Lingens-Reiter war ebenfalls Zeugin in den Frankfurter Auschwitz-Prozessen, die noch einmal erheblich dazu beitrugen, den Deutschen die Geschehnisse vor Augen zu führen. Die Verfahren trugen langfristig dazu bei, „Auschwitz“ stärker als zuvor in die deutsche Öffentlichkeit zu tragen.
Robert Mulka, der Lageradjutant, galt im Prozess als ranghöchster Angeklagter. Man habe sich auf die „unerträglichen Fälle“ konzentriert, gab Oberstaatsanwalt Wolf wenige Tage vor Prozessbeginn dem SPIEGEL zu Protokoll (in: Der SPIEGEL, 18.12.1963). Erst einige Monate nach Prozessbeginn wurden die Opfer vor Gericht vernommen. Unter ihnen war auch Jahuda Bacon -- einer der uns übergebenen Artikel stellt den jüdischen Überlebenden in den Mittelpunkt (siehe den weiteren Verlauf dieses Blog-Beitrags). Aus vielen unterschiedlichen Ländern Europas, insgesamt aus neunzehn Ländern, stammten die Zeuginnen und Zeugen. Sie repräsentieren unvorstellbar viele andere Menschen, Lebende und Tote. Von den Zeugen stellten die ehemaligen politischen Häftlinge die größte Gruppe – mit persönlicher Aussage vor Gericht waren über hundert von ihnen vertreten. Aus den Reihen der größten, der jüdischen, Opfergruppe in Auschwitz, sagten neunzig Zeugen vor Gericht aus. Hingegen waren es nur vier Menschen aus der Minderheit der Sinti und Roma, die ihre Erlebnisse im Prozess schildern (Zahlen nach: Langbein: Auschwitz-Prozess, Bd. 1, S. 44). Insgesamt waren es über 350 Augenzeugen und mehrere Sachverständige, die dem Gericht und den Zuschauern die Gräueltaten direkt bezeugten und nahebrachten. Auch die Leiden von Sinti und Roma in Auschwitz war Thema, etwa in den Presseberichten vom Auschwitz-Prozess. So entlarvt der Journalist Jochen Winters die Lügen und peinlichen Ausreden der Täter, etwa von SS-Mann Franz Johann Hofmann (1906-1973), in Auschwitz „Schutzlagerführer“, der von Februar bis November 1943 für den „Block 10“ zuständig war, wo Angehörige der Minderheit gefangen gehalten wurden. Hofmann gab allen Ernstes vor Gericht zu Protokoll, er habe für „die lieben Kinderchen“ dort „einen Kindergarten eingerichtet“; Winters schreibt: „Er heult vor Selbstmitleid bei seiner Aussage“ (Peter Jochen Winters: Häftlinge in Maßanzügen, in: Christ und Welt, 14.2.1964, hier in: Winters 2016, S. 41-46, hier: 42).
Neue Erinnerungskultur
Der Historiker Raphael Gross hat die Auschwitz-Prozesse der 1960er-Jahre als „wichtigen Einschnitt“ bezeichnet und betont auch die Rolle der Presse in diesem Kontext. Es sollte noch weitere zehn Jahre dauern, bis tatsächlich ausgerechnet eine TV-Sendung Auschwitz und den Holocaust den Deutschen nahebringen sollte – die Ausstrahlung der US-Serie „Holocaust“ bewegte die Gemüter, die Sendeanstalten erhielten unzählige Leserbriefe. Seit den 1970er-Jahren lenkte auch die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma unter Romani Rose den Fokus auf das Erinnern. 1982 erkannte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt die Verbrechen gegenüber Sinti und Roma in der NS-Zeit als „Völkermord“ an. Erst seit wenigen Jahren ist eine Führung durch „Block 10“, wo Sinti und Roma in Auschwitz inhaftiert waren, wie in den Gedenkfeierlichkeiten dieses Jahres, 2024, Bestandteil der offiziellen Erinnerungskultur. Seit 2013 gibt es ein Denkmal in Berlin, das an den Holocaust an der Minderheit erinnert.
Artikel aus der BILD-Zeitung – Springermedien und Erinnerungspolitik
Jene Pressebeiträge, um die es heute gehen soll, haben das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zum Thema. Die meisten von ihnen stammen aus der deutschen „BILD-Zeitung“. Der Zeitraum sind die 1990er- bis 2000er-Jahre. Nicht nur der Zeitraum, sondern auch der Fundort der Artikel ist keineswegs zufällig.
Die BILD war nach ihrer Gründung 1952 innerhalb kürzester Zeit zum Massenblatt avanciert – mit einer Mischung aus Nachrichten, „Human Interest“-Themen und Vermischtem, meist knallig dargeboten. Mit einer Leserschaft in Millionenhöhe, gehörte sie lange zu den auflagenstärksten Blättern in Europa. Ihre Chefredakteure setzten auf Emotionalisierung, ja auch Sentimentalität, Vereinfachung, Illustration und Visualisierung.
Zunehmend entwickelte sich seit den 1950er-Jahren, insbesondere auf Geheiß ihres Herausgebers Axel Springer (1912–1985), eine eigene politische Linie. Zu den intern fixierten Leitlinien zählten die deutsch-jüdische Aussöhnung ebenso wie das Trommeln für die deutsche Einheit und das Eintreten gegen Totalitarismus. Zur Kursfindung hatten u.a. Springers Reisen nach Moskau 1958 und in die USA seit den 1950er-Jahren beigetragen (vgl. Führer 2007; Hoeres 2012), wobei Springers politische Ansichten häufig auch schwankten, etwa, was die USA betraf (vgl. Hoeres 2012).
Wegen ihrer Aufmachung stand das Publikationsorgan schon früh in der Kritik. Unter anderem hat man der BILD vorgeworfen, die „Zeitung des lesenden Analphabetentums, der seelisch Ungeformten, sozial Unorientierten und politisch Uninteressierten, der Heimat- und Glücklosen“ zu sein (so Publizist Kurt Pritzkoleit 1957, zit. nach Führer 2007: 316). Die Kritik ist so alt wie die Zeitung selbst. Für viele Intellektuelle war und wurde die Boulevardzeitung spätestens seit der Studentenbewegung der 1960er-Jahre „zum bevorzugten Hassobjekt“ (Führer 2007: 316).
Dass die Medien des Springer-Verlags relativ verlässlich über NS-Verbrechen und den Holocaust berichteten und berichten, wird vor diesem Hintergrund der Kritik öffentlich seltener wahrgenommen. Tatsächlich „verschrieb sich Axel Springer einer pro-israelischen Haltung, die ein persönliches Anliegen für ihn wurde“ (Kraushaar 2011). Der Verleger ließ seine Mitarbeiter auf die „Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen“ verpflichten. Dies ungeachtet der Tatsache, dass in seiner Zeitung nach dem Zweiten Weltkrieg auch mehrere ehemals überzeugte Nazis arbeiteten – aber auch ein Holocaustüberlebender. Ernst Cramer (1913-2010), der „jüdische Remigrant“ (Hoeres 2012: 68; zu Cramer auch Keill/Kellerhoff 2020), wurde zum wichtigen Berater Springers, später gar Chefredakteur der WELT und Mitherausgeber der BILD -- er steht im Mittelpunkt eines weiteren der von uns archivierten Zeitungsartikel. Ernst Cramer stand für „eine liberalkonservative, amerikafreundliche Line und beargwöhnte die rechtskonservativen wie die NS-belasteten Mitarbeiter des Verlags, von denen sich Springer […] später auch trennte“ (Hoeres 2012: 68). Springer reiste mit seinem Vertrauten viele Male nach Israel, ein Land, für das er sich begeisterte und das sicherlich zu seiner Haltung gegenüber der Geschichtsaufarbeitung in Bezug auf den Nationalsozialismus beigetragen hat (vgl. erneut Hoeres 2012: 68 u.a.).
Was die NS-Zeit betraf, so war Springer selbst keineswegs unbelastet. Der spätere Verleger war damals als Journalist selbst mindestens Mitläufer und weiter beruflich tätig gewesen, so für die Zeitungen seines Vaters: Seit 1935 war er Chefredakteur der Hamburger Neuesten Zeitung gewesen, die einige Jahre später, 1941, ihr Erscheinen einstellte – allerdings nicht Gegnerschaft zum Nationalsozialismus, sondern wegen Ressourcenknappheit. Von seiner in der NS-Zeit nach den rassistischen Gesetzen als „halbjüdisch“ eingestuften Ehefrau Martha Else Meyer (1913-2007), mit der er eine Tochter hatte und die er erst 1933 heiratete, ließ er sich 1938 scheiden, womit sie ihren Schutz verlor. Allerdings unterhielt er weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis zu seiner Exfrau und unterstützte sie auch finanziell. Es ist von Bedeutung, sich diesen auch personellen Hintergrund der BILD vor Augen zu halten. Springer war hinsichtlich der NS-Vergangenheit ein ambivalenter Charakter und als „Mitläufer“ sicherlich vielen Deutschen ähnlich, die ebenfalls keinen Widerstand gegen die Machthaber der NSDAP geleistet hatten. Allerdings schien der Verleger lernfähig hinsichtlich der Aufarbeitung der Vergangenheit. Dass hier auch religiöse Überzeugungen eine Rolle spielten, ist zu vermuten, schmälert aber nicht die Tatsache, dass seine Zeitungen, obgleich gerade bei Intellektuellen und im linkeren Zeitgeist der 60er und 70er-Jahre verschrien, erinnerungskulturell durchaus auch als wichtiges Vehikel fungierten: Sie halfen, das heikle Thema der NS-Vergangenheit in einem massentauglichen Umfeld zu verankern – ein Prozess, der bereits Ende der 1950er-Jahre einsetzte und sich später intensivierte.
Im Zeitraum des Erscheinens unserer Objekte, mehrerer von Zeitzeugen gesammelter Zeitungsartikel aus den 1990er- bis 2000er-Jahren, hatte es öffentlich längst einen Wandel des Gedenkens gegeben, zu dem verschiedene Faktoren beitrugen. Daher kann man rezeptionsgeschichtlich von einem gewissen Hintergrundwissen der Leserinnen und Leser ausgehen. In der BILD erreichten die Geschichten der Opfer viele Menschen. Schauen wir uns die einzelnen Artikel inhaltlich näher an.
Artikel 1: Jehuda Bacons Lebensbericht
Eines unserer Objekte, ein Beitrag aus der Boulevardzeitung von 1996, ist Teil einer mehrteiligen Serie. In dieser erzählt der jüdische Künstler Jehuda Bacon von seiner Verschleppung nach Auschwitz-Birkenau und seinem Überleben. Im Interview des uns vorliegenden Abschnitts ruft er seine Erlebnisse bei der Ankunft auf: Er berichtet von den Umständen der Deportation in Viehwaggons, von der Ankunft im Vernichtungslager, von den zynischen Inschriften an den Gebäuden, den Leichenbergen. Sein Bericht ist drastisch, anschaulich und berührend. Bebildert ist der Artikel mit einem Familienfoto, das Jahuda Bacon als Kind mit seinen von den Nazis ermordeten Eltern zeigt. Zu sehen ist ferner eine berührende Zeichnung von Bacon, die seinen ermordeten Vater im Rauch zeigt. Zentral ist die Visualisierung von „Auschwitz“ durch das mittlerweile ikonische Bild mit den Bahngleisen, das oben auf der Seite platziert wurde. Am Ende des Texts findet sich eine Ankündigung: Im zweiten Teil der Serie wird es um die Begegnung von Bacon mit dem brutalen KZ-Arzt Josef Mengele gehen.
Artikel 2: Freiwillige helfen Holocaustüberlebenden in Krakau
Ein mehrseitiger Artikel der BILD am Sonntag aus dem Jahr 2005 berichtet von jungen deutschen Freiwilligen, die Holocaust-Überlebende während eines freiwilligen sozialen Jahres in Krakau betreuen. Zentral zu sehen ist eine junge Frau mit blonden langen Haaren, die liebevoll auf eine von ihr betreute ältere Dame schaut. „Ob sie sich an den Tag ihrer Befreiung erinnern kann? Sie deutet auf ihre in den Unterarm tätowierte Häftlingsnummer“, so wird im Text die Überlebende vorgestellt. Die positive Wirkung des Freiwilligendienstes erschließt sich dem Leser aus der folgenden Zeile: „Kurze Zeit später kann die 94jährige schon wieder lächeln. Christiane (20) aus Bonn, eine der zehn Freiwilligen, ist zu Besuch gekommen.“
Von „Pan Pawel“ wird berichtet, dass er bei der Zwangsarbeit drei Finger verloren habe. Die von ihm im KZ angefertigten Fotografien sind auf der letzten Seite des Beitrags abgebildet, größer ein Foto von ihm in der Gegenwart des Artikels. Berichtet wird, dass er in Auschwitz für Menschenexperimente missbraucht wurde – er habe die Dokumente dazu in einem Schrank bewahrt. Welche Auswirkungen die Freiwilligenarbeit haben kann und soll wird mithilfe der Reaktion Pavels beschrieben, als er den „Besuchern aus Deutschland“ die Hand reicht – eine Geste der Verständigung. Früher seien für ihn Deutsche „Menschen ohne Herz“ gewesen, oder auch „Täter, um Haaresbreite seine Mörder“.
Tadeusz Sobolewicz (1925-2015), ein in Polen bekannter Widerstandskämpfer, Schauspieler und Autor, war in mehreren Konzentrationslagern inhaftiert und hat seine Erinnerungen daran auch publiziert. Im Artikel wird geschildert, wie er den Jugendlichen aus Deutschland von seiner Zeit in Auschwitz erzählt. Erwähnt wird auch die innere Verpflichtung, die der Überlebende spürt, vom Grauen zu sprechen – auch für diejenigen, die ermordet wurden. Den Schluss bildet das Gespräch der Jugendlichen, die „Wut“ empfinden auf die Schluss-Strich-Mentalität mancher Landsleute. „Warum sollen die Täter und ihre Nachkommen vergessen dürfen, wenn die Opfer es nicht können“. Das Sprichwort, Zeit heile alle Wunden müsse, so schließt der Artikel, „vor Auschwitz gewesen sei“.
Der Beitrag bietet somit eine interessante Doppelperspektive: Die Empathie der „Freiwilligen“ wird – bestenfalls – zu der des Lesers, der eintaucht in die Geschichten und Biografien von Holocaust-Überlebenden. Eine kritische Introspektion der Taten und der Erinnerung wird aus Sicht der Helferinnen und Helfer, die selbst Deutsche sind, präsentiert – und kann so für die Leserinnen und Leser als eine Art „Selbstkritik“ leichter angenommen werden.
Artikel 3: Ernst Cramers Bundestagsrede
Ein weiterer Beitrag stammt aus dem Jahr 2006 und gibt unter der Überschrift „Allzu viele haben weggeschaut“ Teile der Rede von Springers Berater wieder. Ernst Cramer hat sie als Holocaustüberlebender anlässlich des 61. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz im Bundestag gehalten, „eine würdevolle und bewegende Stunde“. Unten im Bericht wird in einem separaten Kasten extra auf das enge Verhältnis Cramers zu Axel Springer hingewiesen.
In seiner Rede schildert Cramer auch die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, die er als Soldat der US-Armee miterlebte. Cramer war hier zeitweise selbst interniert gewesen. Dem Journalisten gelang – anders als seinen Eltern und seinem Bruder – gerade noch rechtzeitig die Auswanderung aus Deutschland. Bebildert ist der Artikel von einer Fotografie Cramers als Redner und mit einem bekannten, ikonischen Bild: Es handelt sich um eine Fotografie aus Buchenwald unmittelbar nach ihrer Befreiung. Sie wurde in der Baracke 56 des kleinen Lagers von Henry Miller im April aufgenommen. Man sieht erschöpfte, ausgemergelte, unbekleidete Männer, einer von ihnen steht, andere liegen noch in den überfüllten Barackenliegen. Mit dieser Bebilderung werden Ernst Cramers Worte gleichsam direkt visuell erfahrbar. Seine eigenen Erfahrungen werden als in gewissem Sinne paradigmatisch eingeordnet – er ist „mehr“ als ein persönlicher Berater von Springer, sondern in diesem Sinn, in diesem Artikel, vor allem ein Überlebender. Aus der Rede werden einige Zitate wiedergegeben. Als Opfer der Nazis nennt Ernst Cramer „Juden, Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle“. Fünf Jahre nach Cramers Rede, im Jahr 2011, wurde mit Zoni Weiß erstmals einem Überlebenden aus den Reihen der Sinti und Roma die Ehre der Gedenkrede vor dem Bundestag zuteil. Keiner der Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit dem Schicksal von Sinti und Roma im Holocaust. Doch wird die Minderheit zumindest selbstverständlich als Opfergruppe benannt.
Momentaufnahmen einer sich wandelnden Erinnerungskultur
Zum Zeitpunkt des Erscheinens der Artikel, die nun Teil von „Das vergessene Gedächtnis“ sind, waren zwei erinnerungskulturelle Prozesse bereits vollzogen: „Auschwitz“ war schon zu einer Chiffre, einem Symbol geworden, das zugleich vielen Menschen geläufig war. Und zweitens hatte man endlich begonnen, auch Sinti und Roma ins öffentliche Gedenken einzuschließen. So sind die Ausschnitte aus der Presse der 1990er- und 2000-er Jahre noch immer „Beweise des Unrechts“, aber nicht mehr im gleichen Maße als Gegenpol zum gänzlichen öffentlichen Schweigen und der öffentlichen Leugnung des Völkermords an der Minderheit. Vielmehr sind sie Momentaufnahmen einer sich wandelnden und noch immer sich im Wandel befindenden Erinnerungskultur, um die von Seiten der Bürgerrechtsbewegung und anderer Akteure lange gekämpft und öffentlich gerungen werden musste.
Zum Weiterlesen/Literatur:
Auschwitz: Zeugnisse und Berichte. Mit einer Einführung zur 6. Auflage von Katharina Stengel Hermann Langbein/Hans Günther Adler/Ella Lingens-Reiner, Hamburg 2015.
Bacon, Jehuda: Mit der Neugier von Kindern, in: Hans Günther Adler/Hermann Langbein/Ella Lingens-Reiner (Hrsg.): Auschwitz. Zeugnisse und Berichte. 2., überarb. Auflage, Köln/Frankfurt a. M. 1979, Erstauflage 1962.
Backhaus, Fritz/Belkin, Dimitrij/Gross, Raphael i. A. d. Fritz Bauer Instituts u. d. Jüdischen Museums (Hrsg.): Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden (Schriftenreihe des Fritz-Bauer-Instituts), Göttingen 2012.
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Hansen, Imke: „Nie wieder Auschwitz!“: Die Entstehung eines Symbols und der Alltag einer Gedenkstätte 1945-1955 (Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert, hrsg. Von Edgar Wolfrum et al.), Göttingen 2015.
Hoeres, Peter: Reise nach Amerika. Axel Springer und die Transformation des deutschen Konservatismus in den 1960er- und 1970er-Jahren, in: Zeithistorische Forschungen 9, 2012, S. 54–75.
Bezwińska, Jadwiga (Hrsg.): Auschwitz in den Augen der SS. Rudolf Höß, Pery Broad, Johann Paul Kremer, Warschau 1992.
Demant, Ebbo (Hrsg.): Auschwitz – „Direkt von der Rampe weg…“ Kaduk, Erber, Klehr: Drei Täter geben zu Protokoll, Hamburg 1979.
Deutschkron, Inge: Auschwitz war nur ein Wort. Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965, Berlin 2018.
Dobrawa, Ralph: Der Auschwitz-Prozess. Ein Lehrstück deutscher Geschichte, Berlin 2013.
Ein großer Auschwitz=Prozeß wird vorbereitet. Verfahren gegen Einsatzgruppen folgen Ankündigung des Generalstaatsanwalts Bauer, in: FAZ, 19.5.1961, S.4.
Fritz Bauer Institut/Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): Der Auschwitz-Prozess. Tonbandmitschnitte, Protokolle, Dokumente. DVD/ROM, Berlin 2004.
Fritz Bauer Institut/Irmtrud Wojak (Hrsg.): Katalog Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main (Begleitbuch zur Ausstellung, s. u.), Köln 2004.
Gnielka, Thomas: Gesucht werden tausend Mörder. Auschwitz und seine Henker. Ein Dokumentarbericht von Thomas Gnielka, ursprünglich abgedruckt als Serie in der Zeitschrift Weltbild (1960), Jg. 15, in vier Dezember-Ausgaben, Wiederabdruck in: Ders.: Als Kindersoldat in Auschwitz. Die Geschichte einer Klasse, Hamburg 2014.
Gross, Raphael et al. (Hrsg.): Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965). Kommentierte Quellenedition [Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts], Frankfurt 2013.
Knellessen, Dagi: Zeugen im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), in: Hitlers Sklaven. Lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich, hrsg. von Alexander von Plato/Almut Leh/Christoph Thonfeld, Wien 2008, S. 371–388.
Kogon, Eugen: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslage, München 1946.
Kraushaar, Wolfgang: Dauerstreit um Israel: Das prekäre Verhältnis zwischen Axel Springer und der Linken, in: Dauerstreit um Israel: Das prekäre Verhältnis zwischen Axel Springer und der Linken - Magazin 18 - Kulturstiftung des Bundes (kulturstiftung-des-bundes.de).
Langbein, Hermann: Der Auschwitz-Prozeß. Eine Dokumentation, 2 Bde., Wien 1965.
Langbein, Hermann, Menschen in Auschwitz, Frankfurt a.M./Berlin/Wien 1980.
Langbein, Hermann/Adler, Hans Günther/Lingens-Reiner, Ella (Hrsg.), Auschwitz. Zeugnisse und Berichte, Frankfurt a. M. 1962.
Lars-Broder Keil/Sven Felix Kellerhoff (Hrsg.): „Ich gehöre hierhin“. Remigration und Reeducation: Der Publizist Ernst Cramer, München 2020.
Levi, Primo: Ist das ein Mensch? Frankfurt a. M/Hamburg 1947 [Original: Se questo è un uomo].
Lingens, Ella: Gefangene der Angst: ein Leben im Zeichen des Widerstandes, Berlin 2005.
Longerich, Peter, "Davon haben wir nichts gewusst!": Die Deutschen und die Judenverfolgung, München 2006.
Naumann, ´Bernd, Der Auschwitz-Prozess. Berichte über die Strafsache gegen Mulka u.a. vor dem Schwurgericht Frankfurt am Main 1963-1965, Hamburg 2013.
Neumahr, Uwe: Das Schloss der Schriftsteller, München 2024.
Pendas, Devin O., Der Auschwitz-Prozess. Völkermord vor Gericht, München 2013.
Renz, Werner, Auschwitz und die deutsche Strafjustiz: Keine Erfolgsgeschichte. Der Frankfurter Auschwitz-Prozess und seine Wirkung auf das Recht, in: Recht und Politik, Bd. 50 (2014), Heft 2: S. 77–84.
Schreiben von Thomas Gnielka vom 15.1.1959 an Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, AR/Z, 13/59, http://www.auschwitz-prozess-frankfurt.de/index.php?id=157.
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Steinbacher, Sybille/Rauschenberger, Katharina Rauschenberger (Hrsg.): Der Auschwitz-Prozess auf Tonband. Akteure, Zwischentöne, Überlieferung, (Kleine Reihe zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Band 1), Göttingen 2020.
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Taler, Conrad: Asche auf vereisten Wegen: Berichte vom Auschwitz-Prozess, mit einem Beitrag von Irmtrud Wojak, 2. aktualisierte und erw. Aufl., Köln 2015.
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Weinke, Annette: Eine Gesellschaft ermittelt gegen sich selbst. Die Geschichte der Zentralen Stelle in Ludwigsburg 1958–2008, Darmstadt 2008.
Winters, Peter Jochen: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess. Ein Rückblick 50 Jahre nach dem Urteil, 2015, http://www.bpb.de/apuz/204287/der-frankfurter-auschwitz-prozess?p=all#footnode3-3.
Zum Weiterlesen/Literatur:
Auschwitz: Zeugnisse und Berichte. Mit einer Einführung zur 6. Auflage von Katharina Stengel Hermann Langbein/Hans Günther Adler/Ella Lingens-Reiner, Hamburg 2015.
Bacon, Jehuda: Mit der Neugier von Kindern, in: Hans Günther Adler/Hermann Langbein/Ella Lingens-Reiner (Hrsg.): Auschwitz. Zeugnisse und Berichte. 2., überarb. Auflage, Köln/Frankfurt a. M. 1979, Erstauflage 1962.
Backhaus, Fritz/Belkin, Dimitrij/Gross, Raphael i. A. d. Fritz Bauer Instituts u. d. Jüdischen Museums (Hrsg.): Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden (Schriftenreihe des Fritz-Bauer-Instituts), Göttingen 2012.
Führer, Karl Christian: Erfolg und Macht von Axel Springers „Bild“-Zeitung in den 1950er-Jahren, in: Zeithistorische Forschungen 4 (2007), S. 311–336.
Hansen, Imke: „Nie wieder Auschwitz!“: Die Entstehung eines Symbols und der Alltag einer Gedenkstätte 1945-1955 (Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert, hrsg. Von Edgar Wolfrum et al.), Göttingen 2015.
Hoeres, Peter: Reise nach Amerika. Axel Springer und die Transformation des deutschen Konservatismus in den 1960er- und 1970er-Jahren, in: Zeithistorische Forschungen 9, 2012, S. 54–75.
Bezwińska, Jadwiga (Hrsg.): Auschwitz in den Augen der SS. Rudolf Höß, Pery Broad, Johann Paul Kremer, Warschau 1992.
Demant, Ebbo (Hrsg.): Auschwitz – „Direkt von der Rampe weg…“ Kaduk, Erber, Klehr: Drei Täter geben zu Protokoll, Hamburg 1979.
Deutschkron, Inge: Auschwitz war nur ein Wort. Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965, Berlin 2018.
Dobrawa, Ralph: Der Auschwitz-Prozess. Ein Lehrstück deutscher Geschichte, Berlin 2013.
Ein großer Auschwitz=Prozeß wird vorbereitet. Verfahren gegen Einsatzgruppen folgen Ankündigung des Generalstaatsanwalts Bauer, in: FAZ, 19.5.1961, S.4.
Fritz Bauer Institut/Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): Der Auschwitz-Prozess. Tonbandmitschnitte, Protokolle, Dokumente. DVD/ROM, Berlin 2004.
Fritz Bauer Institut/Irmtrud Wojak (Hrsg.): Katalog Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main (Begleitbuch zur Ausstellung, s. u.), Köln 2004.
Gnielka, Thomas: Gesucht werden tausend Mörder. Auschwitz und seine Henker. Ein Dokumentarbericht von Thomas Gnielka, ursprünglich abgedruckt als Serie in der Zeitschrift Weltbild (1960), Jg. 15, in vier Dezember-Ausgaben, Wiederabdruck in: Ders.: Als Kindersoldat in Auschwitz. Die Geschichte einer Klasse, Hamburg 2014.
Gross, Raphael et al. (Hrsg.): Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965). Kommentierte Quellenedition [Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts], Frankfurt 2013.
Knellessen, Dagi: Zeugen im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), in: Hitlers Sklaven. Lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich, hrsg. von Alexander von Plato/Almut Leh/Christoph Thonfeld, Wien 2008, S. 371–388.
Kogon, Eugen: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslage, München 1946.
Kraushaar, Wolfgang: Dauerstreit um Israel: Das prekäre Verhältnis zwischen Axel Springer und der Linken, in: Dauerstreit um Israel: Das prekäre Verhältnis zwischen Axel Springer und der Linken - Magazin 18 - Kulturstiftung des Bundes (kulturstiftung-des-bundes.de).
Langbein, Hermann: Der Auschwitz-Prozeß. Eine Dokumentation, 2 Bde., Wien 1965.
Langbein, Hermann, Menschen in Auschwitz, Frankfurt a.M./Berlin/Wien 1980.
Langbein, Hermann/Adler, Hans Günther/Lingens-Reiner, Ella (Hrsg.), Auschwitz. Zeugnisse und Berichte, Frankfurt a. M. 1962.
Lars-Broder Keil/Sven Felix Kellerhoff (Hrsg.): „Ich gehöre hierhin“. Remigration und Reeducation: Der Publizist Ernst Cramer, München 2020.
Levi, Primo: Ist das ein Mensch? Frankfurt a. M/Hamburg 1947 [Original: Se questo è un uomo].
Lingens, Ella: Gefangene der Angst: ein Leben im Zeichen des Widerstandes, Berlin 2005.
Longerich, Peter, "Davon haben wir nichts gewusst!": Die Deutschen und die Judenverfolgung, München 2006.
Naumann, ´Bernd, Der Auschwitz-Prozess. Berichte über die Strafsache gegen Mulka u.a. vor dem Schwurgericht Frankfurt am Main 1963-1965, Hamburg 2013.
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